Lernzeit

In der Lernzeit arbeiten die Schüler*innen jeden Tag mindestens eine Stunde in fixen, gleichbleibenden Gruppen (in den eigenen Klassenräumen). In dieser Stunde gibt es kein anderes Programm, die Betreuungspersonen sind nach Plan eingesetzt, immer fix einer Gruppe zugeordnet und für diese verantwortlich. Sie wissen, welche Aufgaben erledigt werden müssen. In dieser einen Stunde muss jedes Kind sich mit Lernen befassen. Es werden Hausübungen gemacht, Vokabel oder Stoff für Prüfungen gelernt.

Die klare Bindung an Gruppen erleichtert es den Betreuer*innen, auf jede Schülerin und jeden Schüler persönlich einzugehen und Hilfestellung zu geben. Sie helfen bei den Aufgaben bzw. organisieren gegenseitige Hilfe durch Schüler*innen. Die erledigten Arbeiten werden vorgezeigt. Bei Verständnisproblemen wird mit Fachlehrkräften Rücksprache gehalten.

Die betreuenden Lehrkräfte führen Klassenbücher, in denen unter anderem die Schularbeitsnoten der Schüler*innen vermerkt sind, sodass alle genau wissen, wer zur besonderen Förderung an der Individualisierten Lernzeit teilnehmen muss, wer teilnehmen darf. Günstig daran ist, dass betreuende Lehrer*innen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Lernfortschritte, aber auch einen eventuellen Stillstand besprechen und beraten können. Außerdem lassen sich so auch sehr gut Lösungen für weiteren Förderbedarf finden (z.B. Förderkurs, DAF/Deutsch als Fremdsprache-Kurs …)

Manche SchülerInnen brauchen zur Erledigung ihrer Arbeiten mehr als eine Stunde, und können diese selbstverständlich immer unter Aufsicht fertig machen (eine weitere Stunde). Ältere Schüler*innen haben die Möglichkeit, im Falle spezieller Aufgaben die Bibliothek aufzusuchen, um dort selbstständig ihre Recherchen und Aufträge zu erledigen.